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IW-Regionalranking 2026 - Teltow-Fläming bleibt wirtschaftsstarke Zukunftsregion
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- Mittwoch, 13. Mai 2026 14:29
Der Landkreis Teltow-Fläming gehört nach wie vor zu den wirtschaftsstarken und attraktiven Regionen Deutschlands. Zu diesem Ergebnis kommt die am 12. Mai 2026 veröffentlichte aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Verglichen und analysiert wurde die Situation in 400 Landkreisen und kreisfreien Städten. Grundlage dafür waren 14 Indikatoren aus den Themenbereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Lebensqualität.
Spitzenwerte der Brandenburgischen Landkreise im Bundesvergleich
Brandenburg ist mit 77,8 Prozent das Flächenland mit dem höchsten Anteil an Gewinnerregionen. Das Ranking bestätigte erneut die ausgezeichnete Stellung des Dreiergespanns der Landkreise Dahme-Spreewald (Platz 12 im Niveauranking), Potsdam-Mittelmark (Platz 37) und Teltow-Fläming (Platz 43). Auch der Landkreis Barnim (Rang 53) sowie die kreisfreie Stadt Potsdam (Rang 58) konnten sich in der Studie deutlich vor der Bundeshauptstadt Berlin (Platz 89) behaupten.
Erfreulich ist zudem die Spitzenposition der kreisfreien Stadt Cottbus im Dynamikranking. Hier zeigen sich die positiven Auswirkungen der Strukturförderung von Bund und Land für die Lausitzregion.
Starke Industrie als Rückgrat der Region
Kreistagsvorsitzender Danny Eichelbaum betont: „Teltow-Fläming ist und bleibt wirtschaftsstark – mit einer pulsierenden industriellen Basis und einem nach wie vor hohen Beschäftigungsanteil im verarbeitenden Gewerbe. Das ist u. a. das Ergebnis der engagierten Arbeit von Unternehmen wie z. B. Rolls Roys in Dahlewitz und MTU in Ludwigsfelde, die ihre Betriebsstätten kontinuierlich erweitern. Vor allem aber ist es den Menschen zu verdanken, die dort arbeiten. Verwaltung und Politik müssen deshalb die Voraussetzungen schaffen, damit Planungs- und Bauentscheidungen zügig getroffen werden können.“
Landrätin Kornelia Wehlan pflichtet dem bei: „Politik, Verwaltung und Bürgerschaft müssen gerade in Zeiten größter Herausforderungen an einem Strang ziehen. Wichtig ist auch der hohe Anteil wissensintensiver Industrie in Teltow-Fläming, der deutlich über dem Brandenburger Landesdurchschnitt liegt. Hier zeigt sich das große Potenzial von Forschung und Entwicklung in unserer Region. Das kompensiert zumindest teilweise den fehlenden Hochschulstandort, der für eine dynamische Entwicklung von großer Bedeutung wäre. Letztendlich sind es die Menschen, die einem Landkreis sein Gesicht geben.“
Sorge um die Zukunft der Automobilbranche
Einziger Wehrmutstropfen bleibt aus Sicht der Landrätin und des Kreistagsvorsitzenden die aktuelle Entwicklung der Automobilbranche: „Die Schlagzeilen vom gestrigen Abend zum Verkauf der Mercedes-Autohäuser in Berlin und Brandenburg geben Anlass zur Sorge.“
Die damalige Konzernentscheidung, die Produktion des Elektro-Sprinters nicht nach Ludwigsfelde zu vergeben, wirft Schatten für die gesamte Branche voraus.
Dabei ist der Landkreis Teltow-Fläming bei der Entwicklung alternativer Antriebstechnologien bereits heute fachlich hervorragend aufgestellt. Diese Stärke, insbesondere im Bereich der Luftfahrtindustrie, prägt Teltow-Fläming schon heute als nachhaltiges Markenzeichen. Mit dem Otto-Lilienthal-Technologiezentrum am Flugplatz Schönhagen wollte der Landkreis einen weiteren wichtigen Baustein erfüllen. Dies hätte sich zudem gut in die Entwicklung des Technologiestandortes Ludwigsfelde im Bereich nachhaltiger Mobilität eingefügt und diese sinnvoll ergänzt. Die Eigenmittel des Landkreises standen bereit – leider wurden die Landesmittel nicht bewilligt.
Entwicklung im Dynamik- und Langzeitranking
Im Dynamik-Ranking verteilen sich die Top-10-Regionen unter anderem auf die Flächenländer Brandenburg, Bayern, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.
Im Langzeitvergleich der Veränderungen im Niveau zwischen 2016 und 2026 belegt Teltow-Fläming den Rang 33. Die Nachbarlandkreise zeigen ein differenziertes Bild: Der Landkreis Elbe-Elster belegt Rang 7, Potsdam-Mittelmark Rang 103 und Dahme-Spreewald Rang 137.
Besonders dynamisch entwickelt sich Teltow-Fläming: Die Region konnte sich im Vergleich zu 2016 um 68 Ränge verbessern und zählt damit zu den „Gewinnerregionen“. Insgesamt gehören 105 der 400 betrachteten Regionen in diese Kategorie.
Sieger des Regionalrankings war erneut der Landkreis München. Das Dynamikranking wird von Cottbus angeführt. Zusammenfassend stellt die Studie fest, dass insbesondere vor dem Hintergrund anhaltender Entwicklungen wie der Digitalisierung und des demografischen Wandels für eine erfolgreiche regionale Entwicklung entscheidend ist, bestehende Stärken zu identifizieren und diese gezielt weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen: IW-Regionalranking 2026