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Er war K1-Informant - Die Spitzel-Akte des AfD-Politikers
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- Dienstag, 12. Mai 2026 11:26
Potsdam – Brandenburgs AfD-Fraktion und ihr Stasi-Problem. Der Bericht der Prüfkommission ergab jetzt: Vier Abgeordnete der Rechtsextremen tauchen in den Geheimdienstakten auf. Ein Fall ist besonders brisant:…
Mit 18 Jahren wurde Adam zum Spitzel
Der Prüfbericht enthüllt: 1983 verpflichtete sich Adam mit 18 Jahren handschriftlich als Spitzel. Die „K 1“ war an der politischen Unterdrückung im SED-Staat maßgeblich beteiligt – etwa von Ausreisewilligen oder Systemkritikern. Dabei half der heutige AfD-Politiker eifrig mit. 17-mal traf er sich heimlich mit seinem Führungsoffizier, um zu berichten. Sieben Spitzelberichte schrieb er selbst mit der Hand. Sein Deckname: „Hubert“.
Adam denunzierte Arbeitskollegen, die Ausreiseanträge stellen wollten. Berichtete über Jugendliche aus seinem Bekanntenkreis, die als „kriminell gefährdete Personen“ und „Rechtsbrecher“ eingestuft wurden. „Seine Berichte im Rahmen des Komplexauftrages ‚Grenze‘ waren geeignet, Personen aus seinem Bekannten- und Freundeskreis zu gefährden“, stellte die Prüfkommission fest….
CDU-Rechtsexperte Danny Eichelbaum (52) empört: „Die AfD behauptet immer wieder, Deutschland befinde sich auf dem Weg In eine „
DDR 2.0“ Gleichzeitig sitzen ausgerechnet in ihren eigenen Reihen mehrere Abgeordnete mit Verbindungen zur Stasi. Das zeigt die ganze Doppelmoral dieser Partei.“
Quelle: B.Z., 12.05.2026 (https://www.bz-berlin.de/brandenburg/die-spitzel-akte-des-afd-politikers)

Ansprechpartner: Patrick Nelte