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CDU-Ludwigsfelde fordert härteres Vorgehen gegen Drogenkonsum in der Stadt
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- Freitag, 11. September 2026 13:34
Alkoholverbotszonen, mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsamt und konsequente Strafverfolgung statt alleiniger Prävention
Ludwigsfelde, 11. September 2026 – Die zunehmenden Sucht- und Drogenprobleme unter Kindern und Jugendlichen in Ludwigsfelde müssen nach Auffassung der CDU Ludwigsfelde deutlich entschlossener bekämpft werden. Wie aus den aktuellen Beratungen im Sozial-, Schul-, Kultur- und Sportausschuss hervorgeht, sind insbesondere Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren betroffen. Fachkräfte berichten von einem zunehmenden Missbrauch von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln und Antidepressiva sowie von Alkohol. Teilweise mussten Rettungsdienste bereits zu bewusstlosen Jugendlichen gerufen werden.
„Wenn 13- bis 15-Jährige regelmäßig mit Alkohol und Medikamentenmissbrauch auffällig werden und Rettungskräfte zu bewusstlosen Jugendlichen gerufen werden müssen, dürfen wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir brauchen jetzt mehr Kontrolle und mehr Präsenz im öffentlichen Raum“, erklärt der CDU-Vorsitzende in Ludwigsfelde, Gregor Lutz.
Die CDU Ludwigsfelde begrüßt deshalb, dass die Stadt neben der geplanten zusätzlichen Streetwork-Stelle auch die Einrichtung von Alkoholverbotszonen prüft. Gerade an bekannten Treffpunkten wie dem Aktivpark, dem Skatepark und dem angrenzenden Waldstück, dem Bereich hinter der Kleeblattgrundschule sowie dem Gelände der Gottlieb-Daimler-Schule müsse genauer hingeschaut werden.
„Streetworker und Präventionsangebote sind wichtig. Sie können aber nicht die einzige Antwort sein. Prävention funktioniert nur dann, wenn gleichzeitig klare Regeln durchgesetzt werden. Wer Jugendliche vor Sucht und Verwahrlosung schützen will, muss auch dafür sorgen, dass bestehende Jugendschutzvorschriften kontrolliert und durchgesetzt werden“, so die CDU.
Die Christdemokraten fordern daher:
- mehr gemeinsame Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt, insbesondere nach Schulschluss, am Abend und an bekannten Treffpunkten
- die Einrichtung von Alkoholverbotszonen, wo dies rechtlich möglich und aufgrund der örtlichen Situation sinnvoll ist
- eine konsequente Kontrolle der bestehenden Jugendschutzvorschriften
- eine stärkere Präsenz von Polizei und Ordnungsamt im öffentlichen Raum
- weiterhin gezielte Präventions- und Beratungsangebote für Jugendliche, Eltern und Schulen.
Dass Polizei und Ordnungsamt ihre gemeinsamen Rundgänge fortsetzen wollen und die Stadt insbesondere nach Schulschluss und abends mehr Präsenz anstrebt, sei ein Schritt in die richtige Richtung. Ebenso begrüßt die CDU die bereits erfolgte Schulung des Ordnungsamtes im Bereich Jugendschutz.
Eichelbaum: „Wir müssen bei Drogenpolitik wieder konsequenter werden“
Der CDU-Landtagsabgeordnete Danny Eichelbaum sieht die aktuelle Entwicklung in Ludwigsfelde zugleich als Warnsignal, das über die kommunale Ebene hinausreicht.
„Wir dürfen nicht den Fehler machen, die Probleme ausschließlich als sozialpädagogische Herausforderung zu betrachten. Natürlich brauchen wir Prävention, Streetwork und Hilfsangebote. Aber genauso brauchen wir klare Grenzen, Kontrollen und eine konsequente Strafverfolgung“, erklärt Eichelbaum.
Aus Sicht des CDU-Abgeordneten müsse deshalb auch die Cannabis-Legalisierung des Bundes rückgängig gemacht werden. „Die Botschaft des Staates muss gerade gegenüber Kindern und Jugendlichen eindeutig sein: Drogen sind kein harmloses Lifestyleprodukt. Wir müssen den Schutz von Kindern und Jugendlichen wieder stärker in den Mittelpunkt unserer Drogenpolitik stellen“, so Eichelbaum.
Eine liberale Drogenpolitik dürfe nicht dazu führen, dass die Hemmschwelle gegenüber dem Konsum weiter sinke. „Wenn wir erleben, dass bereits 13-Jährige mit Suchtproblemen zu kämpfen haben, ist es völlig falsch, ausgerechnet bei Drogen weitere Verharmlosung zu betreiben. Wir brauchen eine klare Präventionsbotschaft, aber auch eine konsequente Strafverfolgung gegen diejenigen, die Drogen an Minderjährige verkaufen oder weitergeben“, betont Eichelbaum.
Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, Jugendliche mit Problemen allein zu lassen. „Wer abhängig ist oder in eine Suchtproblematik gerät, braucht Hilfe. Wer aber Drogen gezielt an Kinder und Jugendliche bringt, muss mit der ganzen Härte des Rechtsstaates rechnen.“
„Hinsehen, handeln und konsequent bleiben“
Für die CDU Ludwigsfelde steht fest: Die aktuellen Maßnahmen der Stadt müssen ineinandergreifen. Streetwork, Prävention, Elternarbeit und Beratungsangebote seien notwendig – ebenso notwendig seien aber sichtbare Präsenz und Kontrolle.
„Wir dürfen nicht erst handeln, wenn etwas passiert ist. Wenn bestimmte Orte als Treffpunkte bekannt sind, müssen Polizei und Ordnungsamt dort auch regelmäßig präsent sein. Jugendliche müssen wissen, dass Regeln gelten und Verstöße Konsequenzen haben“, erklärt die CDU Ludwigsfelde.
Danny Eichelbaum ergänzt: „Unser Ziel muss ein Ludwigsfelde sein, in dem sich Kinder, Jugendliche und Familien sicher fühlen können. Dafür braucht es Unterstützung für junge Menschen, aber eben auch einen Staat, der seine Regeln durchsetzt. Prävention und Repression sind keine Gegensätze – wir brauchen beides.“

Ansprechpartner: Patrick Nelte