Terrorgefahr in Deutschland - CDU-Juristen diskutierten in Ludwigsfelde mit Brandenburgs Verfassungschef Carlo Weber über die Sicherheitslage in Brandenburg
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- Dienstag, 11. April 2017 11:52
Ludwigsfelde. „Die Welt ist ein Pulverfass", so begrüßte der Vorsitzende des Landesarbeitskreises Christlich Demokratischer Juristen, Danny Eichelbaum, in Ludwigsfelde die Teilnehmer der Veranstaltung zum Thema: „Terrorismus in Deutschland- Wie sicher ist unser Land?“ Eingeladen hatten sich die CDU-Juristen hierzu den obersten Verfassungsschützer des Landes, Carlo Weber, der bereits vorher auch als Staatsanwalt in Berlin und Brandenburg tätig war. Heimtückische Attacken von Extremisten überall in der Welt beeinträchtigen nicht nur das Sicherheitsgefühl der Menschen, sie werden zunehmend auch zum Risiko für das Wirtschaftsleben.
Die Anschläge, wie jüngst in Berlin, London, St. Petersburg oder Stockholm haben das Ziel, die Gesellschaft zu spalten. Den Zuhörern wurde schon zu Beginn der Ausführungen durch Carlo Weber deutlich gemacht, dass auch in Brandenburg vielseitige Gefahren unterschiedlichster Strömungen vorhanden sind. Der Verfassungsschutz unterteilt die Gefahrengruppen dabei in Phänomenbereiche. Die in der aktiven Personenzahl größte Gruppe stellen dabei die Rechtsextremisten mit über 1.200 Personen, gefolgt von den Linksextremisten mit etwa 500 aktiven Personen. In beiden Gruppen stiegen in den letzten Jahren, auch geschuldet dem politischen Klima in Folge der Flüchtlingskrise, die Fall- und Personenzahlen. Zahlenmäßig geringer, jedoch in seiner Gefährlichkeit als höher einzustufen sind im Land Brandenburg die islamistischenExtremisten und Salafisten. Der Behörde sind hier etwa 70 Personen bekannt, die überwiegend aus dem Nordkaukasus stammen. Eine gezielte Observation dieser Personengruppe ist sehr zeit -und kostenintensiv. Carlo Weber führte aus, dass zu einer permanenten Observation einer Zielperson ein Minimum an 12 Beamten notwendig ist.

Ansprechpartner: Patrick Nelte